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    <titleStmt>
      <title type="main">Parzival</title>
      <title type="sub">Transkription des Textzeugen fr1</title>
      <author>Wolfram von Eschenbach</author>
      <editor>Parzival-Projekt Bern</editor>
    </titleStmt>
    <publicationStmt>
      <authority>Parzival-Projekt Bern</authority>
      <pubPlace>Bern</pubPlace>
      <date>22.07.24</date>
    </publicationStmt>
    <sourceDesc>
      <msDesc>
        <msIdentifier>
          <settlement>Wien</settlement>
          <repository>Österreichische Nationalbibliothek</repository>
          <idno>Cod. 13070</idno>
          <altIdentifier type="Parzival-Projekt">
            <idno>fr1</idno>
          </altIdentifier>
        </msIdentifier>
        <physDesc><objectDesc><p corresp="Parzival-Projekt_fr1">
                                <title type="main">Fr. 1 (a)</title>
                                <list>
                                    <item>Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. 13070</item>
                                </list>
                                Pergament
                                
                                – 2 Blätter 
                                
                                – Format 23,4 x 16,8 cm, 23,4 x 17,4 cm, urspr. Format ca. 25–26 x 18 cm (Schriftraum 21 x 14,1 cm), zwei Spalten zu 42 Zeilen, Verse nicht abgesetzt
                                
                                – zweites Drittel des 13. Jhs.
                                
                                – oberdeutsch (bairisch-alemannisch); möglicherweise aus demselben Skriptorium wie Cod. Donaueschingen 63 (›Nibelungenlied‹ und ›Klage‹, Hs. C)
                                
                                – Abschnittsgliederung durch einzeilige rote Lombarden
                                
                                – innerhalb der Abschnitte sind einzelne Versanfänge durch verzierte rot gestrichelte Majuskeln hervorgehoben und teilweise ausgerückt
                                
                                – Fassungszugehörigkeit: *D 
                                
                                – vgl. zur Hs. auch die Angaben im <ref target="http://www.handschriftencensus.de/1026">Handschriftencensus</ref>.
                            </p></objectDesc>
        <handDesc>
        <handNote xml:id="ls1">Leser</handNote>
        <handNote xml:id="ls1u" cert="unknown">Leser</handNote>
        <handNote xml:id="sr">Schreiber</handNote>
        <handNote xml:id="sru" cert="unknown">Schreiber</handNote>
        </handDesc>
        </physDesc>
      </msDesc>
    </sourceDesc>
  </fileDesc>
  <encodingDesc>
  <charDecl>
   <char xml:id="finis">
    <charName>Finis-Zeichen</charName>
   </char>
   <char xml:id="alin1">
    <charName>Alinea-Zeichen</charName>
   </char>
   <char xml:id="deligatur">
    <charName>de-Ligatur</charName>
   </char>
   <char xml:id="latAbbrRum">
    <charName>Lateinische Abkürung für -rum</charName>
   </char>
   <char xml:id="latAbbrIs">
    <charName>Lateinische Abkürzung für -is</charName>
   </char>
   <char xml:id="latAbbrEt">
    <charName>Lateinische Abkürzung für -et/-it</charName>
   </char>
   <char xml:id="latAbbrEt2">
    <charName>Lateinische Abkürzung für -et</charName>
    <note>Vgl. Cappelli, Lexicon abbreviaturarum, S. 408, Sp. a, letzte Zeile.</note>
   </char>
   <char xml:id="zeilenfuellsel">
    <charName>Zeilenfüllsel</charName>
   </char>
  </charDecl>
  </encodingDesc>
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<text>
<body>
<note>Abschnitt 421.06-429.05, 636.22-644.26</note>
<note>Die Abschnitte 421.06-421.08, 423.07-423.08 und 424.15-427.05 wurden von MSt im Juni 2003 nach den Richtlinien vom 25. Februar 2003 am Original transkribiert und von RSo gegengelesen.&gt;</note>
<note>Alle weiteren Abschnitte wurden von RSo am Original nach den Richtlinien vom 25. Februar 2003 im Juni 2003 transkribiert.&gt;</note>
<note>Kleinere Änderungen und Anpassungen durch MSt 7.8.03&gt;</note>
<note>Kontrolliert und gegengelesen von KHo 7.12.16</note>
<note>Autopsie am 16.08.2017 durch LC.</note>
<note>09.10.2018, MiGe: Nochmaliger Vergleich der Transkription mit Pfeiffer 1876. Dabei Ergänzung einiger sek-Tags.</note>
<note>In einigen Fällen verschwinden Buchstaben hinter dem Bindefalz. Hier habe ich nach Pfeiffer ergänzt, da diesem vermutlich noch die ungebundenen Blätter zur Verfügung standen.(Quellenmaterial zu altdeutscher Dischtungen II, in: Denkschriften der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaft, 1876, S. 39-44). Sämtliche Angaben welche von Pfeiffer stammen wurden mit <supplied reason="unleserlich" resp="Sekundärliteratur"/> ausgezeichnet. Abgesehen davon, sind die Ergänzungen einzelner Buchstaben im Verbund mit Lachmann zwingend. Eine Ausnahme bildet 423.01, da hier ein rubrizierter Einzelbuchstabe (J) betroffen ist und dieser auch von Pfeiffer nur in Klammern ergänzt wurde. Hier habe ich die Auszeichnung <gap reason="Fragmentverlust" extent="unbekannt"/> gewählt.</note>
<note>Rubrizierte Einzelbuchstaben wurden durchgehend mit Majuskeln wiedergegeben. Dies in wenigen Fällen abweichend von Pfeiffer, der hier allerdings kein einheitliches System anwendete. Beispiel Pfeiffer: 423.20: <hi rend="rot">F</hi>aſâne 424.17: <hi rend="rot">f</hi>oreſt. Die beiden f gleichen einander und sind m.E. als Majuskeln zu interpretieren.</note>
<note>Schwer zu interpretieren fiel das diakritische Zeichen, das manchmal beim Wort triwe auftaucht. Ich habe z.B. 427.25 <ref>triwͦe</ref> aufgelöst. Pfeiffer scheint sich ebenfalls für kleines o entschieden zu haben, doch ist dieses bei ihm kleiner gedruckt (und daher kaum lesbar), als übliches hochgestelltes o. Weiters: 427,26; 427,27; 639.11; 639.20; 640.09; 640.16. Hier sollte noch eine endgültige Entscheidung getroffen werden. - <ref>triwͦe</ref> ist korrekt und wurde von mir entsprechend geändert (MSt 7.8.03).</note>
<note>Rubrizierte Einzelbuchstaben wurden durchgehend mit Majuskeln wiedergegeben. Dies in wenigen Fällen abweichend von Pfeiffer, der hier allerdings kein einheitliches System anwendete. Beispiel Pfeiffer: 423.20: <hi rend="rot">F</hi>aſâne 424.17: <hi rend="rot">f</hi>oreſt. Die beiden f gleichen einander und sind m.E. als Majuskeln zu interpretieren.</note>
<note>Schwer zu interpretieren fiel das diakritische Zeichen, das manchmal beim Wort triwe auftaucht. Ich habe z.B. 427.25 <ref>triwͦe</ref> aufgelöst. Pfeiffer scheint sich ebenfalls für kleines o entschieden zu haben, doch ist dieses bei ihm kleiner gedruckt (und daher kaum lesbar), als übliches hochgestelltes o. Weiters: 427,26; 427,27; 639.11; 639.20; 640.09; 640.16. Hier sollte noch eine endgültige Entscheidung getroffen werden.</note>
<pb xml:id="fr1001r"/><cb xml:id="fr1001ra"/>
<l xml:id="fr1_421.06"><gap reason="Fragmentverlust" extent="unbekannt"/> ein choch.</l>
<l xml:id="fr1_421.07">den chvͤnen <hi rend="rot">N</hi>ibelvngen.</l>
<l xml:id="fr1_421.08">di ſich vn<lb/>betwngen.</l>
<l xml:id="fr1_421.09">dar hvͦben da man an in rach.</l>
<l xml:id="fr1_421.10">d<choice><am>c</am><ex>az</ex></choice> <lb/> <supplied reason="unleserlich" resp="Sekundärliteratur">S</supplied>îvride da vor geſcach.</l>
<l xml:id="fr1_421.11">her <hi rend="rot">G</hi>awan mvͦz <lb/> mich ſlahen tot.</l>
<l xml:id="fr1_421.12">od<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> ich gelere in râche not. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_421.13"><supplied reason="unleserlich" resp="Sekundärliteratur">d</supplied>eſ volge ich ſp<choice><am rend="hochgestellt">a</am><ex>ra</ex></choice>ch <hi rend="rot">L</hi>ẏddam<choice><am>ꝰ</am><ex>vs</ex></choice>.</l>
<l xml:id="fr1_421.14">wan ſwaz ſin oͤhe<lb/><supplied reason="unleserlich" resp="Sekundärliteratur">i</supplied>m <hi rend="rot">A</hi>rt<choice><am>ꝰ</am><ex>vs</ex></choice>.</l>
<l xml:id="fr1_421.15">hat vnt di vo<choice><am>̄</am><ex>n</ex></choice> <hi rend="rot">J</hi>ndia.</l>
<l xml:id="fr1_421.16">d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> mirz gæbe <lb/> alſe ſiz hant da.</l>
<l xml:id="fr1_421.17">vn<choice><am>̄</am><ex>t</ex></choice> mirz ledechliche bræh<lb/>te.</l>
<l xml:id="fr1_421.18">ich liezez e daz ich væhte.</l>
<l xml:id="fr1_421.19"><hi rend="rot">N</hi>v behaldet <lb/> p<choice><am rend="hochgestellt">i</am><ex>ri</ex></choice>ſ deſ man iv giht.</l>
<l xml:id="fr1_421.20"><hi rend="rot">S</hi>eg<choice><am rend="hochgestellt">a</am><ex>ra</ex></choice>morſ en bin ich <lb/> niht.</l>
<l xml:id="fr1_421.21">den man dvrch vehten binden mvͦz. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_421.22">ich er wirbe ſvs wol kvnegeſ grvͦz.</l>
<l xml:id="fr1_421.23"><hi rend="rot">S</hi>ẏbe<lb/>che nie ſwert er zôch.</l>
<l xml:id="fr1_421.24">er waſ ie bi den <lb/> da man vlôch.</l>
<l xml:id="fr1_421.25">doch mvͦſe man in vlehen. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_421.26">groze gebe vn<choice><am>̄</am><ex>t</ex></choice> ſtarchiv lehen.</l>
<l xml:id="fr1_421.27">enpfienger <lb/> vo<choice><am>̄</am><ex>n</ex></choice> <hi rend="rot">E</hi>rmenrîche gnvͦch.</l>
<l xml:id="fr1_421.28">nie ſwert er doch <lb/> dvrch helm geſlvͦch.</l>
<l xml:id="fr1_421.29">mir wirt v<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>ſcert nim<lb/>mer vel.</l>
<l xml:id="fr1_421.30">dvrch ivch her <hi rend="rot">K</hi>ẏngrimvrſel. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_422.01">deſ han ich mich gein iv bedaht.</l>
<l xml:id="fr1_422.02">do ſp<choice><am rend="hochgestellt">a</am><ex>ra</ex></choice>ch d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> <lb/> kvnec <hi rend="rot">V</hi>ergulaht.</l>
<l xml:id="fr1_422.03"><seg type="Initiale" subtype="Lombarde" n="1" rend="Farbe: rot">S</seg>wîget iwerr weh<lb/>ſel mære.</l>
<l xml:id="fr1_422.04">ez iſt mir vo<choice><am>̄</am><ex>n</ex></choice> iv beden ſwære. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_422.05">daz ir d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> worte ſît ſo vrî.</l>
<l xml:id="fr1_422.06">ich pin iv al ze <lb/> nahe bî.</l>
<l xml:id="fr1_422.07">ze ſvs getane<choice><am>̄</am><ex>m</ex></choice> gebræhte.</l>
<l xml:id="fr1_422.08">ez ſtet <lb/> mir noh iv niht rehte.</l>
<l xml:id="fr1_422.09"><hi rend="rot">D</hi>iz waſ vͦfem <lb/> Palas.</l>
<l xml:id="fr1_422.10">al dar ſin ſweſt<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> chom<choice><am>̄</am><ex>en</ex></choice> waſ.</l>
<l xml:id="fr1_422.11">bi ir <lb/> ſtvnt her <hi rend="rot">G</hi>awan.</l>
<l xml:id="fr1_422.12">vn<choice><am>̄</am><ex>t</ex></choice> and<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>ſ manech werder <lb/> man.</l>
<l xml:id="fr1_422.13"><hi rend="rot">D</hi>er kvnec ſp<choice><am rend="hochgestellt">a</am><ex>ra</ex></choice>ch zer ſweſter ſin. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_422.14">nv nim dv den geſellen din.</l>
<l xml:id="fr1_422.15">vnt den lant<lb/>g<choice><am rend="hochgestellt">a</am><ex>ra</ex></choice>ven zvͦ dir.</l>
<l xml:id="fr1_422.16">di mir gvͦteſ gvnnen di gen <lb/> mit mir.</l>
<l xml:id="fr1_422.17">vn<choice><am>̄</am><ex>t</ex></choice> râtet mirz wægeſte waz ich <lb/> tvͦ.</l>
<l xml:id="fr1_422.18">ſi ſp<choice><am rend="hochgestellt">a</am><ex>ra</ex></choice>ch da lege dîne triwe zvͦ.</l>
<l xml:id="fr1_422.19"><hi rend="rot">N</hi>v <lb/> get d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> kvnec an ſinen rât.</l>
<l xml:id="fr1_422.20">div kvnegin ge<lb/>nom<choice><am>̄</am><ex>en</ex></choice> hat.</l>
<l xml:id="fr1_422.21">den lantg<choice><am rend="hochgestellt">a</am><ex>ra</ex></choice>ven vn<choice><am>̄</am><ex>t</ex></choice> ir gaſt.</l>
<l xml:id="fr1_422.22">daz <lb/> dritte waſ d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> ſorgen laſt.</l>
<l xml:id="fr1_422.23">an alle miſſe<lb/>wende.</l>
<l xml:id="fr1_422.24">nam ſi <hi rend="rot">G</hi>awan<choice><am>̄</am><ex>en</ex></choice> bi d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> hende.</l>
<l xml:id="fr1_422.25">vn<choice><am>̄</am><ex>t</ex></choice> fvͦrt <lb/> en da ſi wolte weſn.</l>
<l xml:id="fr1_422.26">ſi ſp<choice><am rend="hochgestellt">a</am><ex>ra</ex></choice>ch vn<choice><am>̄</am><ex>t</ex></choice> wært ir <lb/> niht geneſn.</l>
<l xml:id="fr1_422.27">deſ heten ſcaden elliv lant. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_422.28">an d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> kvneginne hant.</l>
<l xml:id="fr1_422.29">gie deſ werden <lb/> <hi rend="rot">L</hi>ôtſ ſvn.</l>
<l xml:id="fr1_422.30">daz moht er do vil gerne tvͦn. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_423.01"><gap reason="Fragmentverlust" extent="unbekannt"/><hi rend="rot">N</hi> eine kemenaten ſan.</l>
<l xml:id="fr1_423.02">gie div frowe <lb/> vnt di zwene man.</l>
<l xml:id="fr1_423.03">vor den and<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>n beleip <lb/> ſi lære.</l>
<l xml:id="fr1_423.04">deſ pflagen kamerære.</l>
<l xml:id="fr1_423.05">wan chla<lb/>riv ivncfrowenlin.</l>
<l xml:id="fr1_423.06">d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> mvͦſe vil dort inne <lb/> ſin. <lb/></l>
<cb xml:id="fr1001rb"/>
<l xml:id="fr1_423.07"><hi rend="rot"><hi rend="Versal">D</hi></hi>iv kvnegin mit zvͤhten pflach.</l>
<l xml:id="fr1_423.08"><hi rend="rot">G</hi>awanſ d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> ir <lb/> ze hercen lach.</l>
<l xml:id="fr1_423.11"><milestone unit="Versumstellung"/>doch ſorgete vil div ſvͤze <lb/> magt.</l>
<l xml:id="fr1_423.12"><milestone unit="Versumstellung"/>vmbe Gawanſ tot wart mir geſagt. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_423.09"><milestone unit="Versumstellung"/>da waſ d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> lantg<choice><am rend="hochgestellt">a</am><ex>ra</ex></choice>ve allez mite.</l>
<l xml:id="fr1_423.10"><milestone unit="Versumstellung"/>d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> enſciet ſi <lb/> nind<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> von dem ſite.</l>
<l xml:id="fr1_423.13"><subst hand="#ls1u"><del><hi rend="rot">D</hi>a</del><add><hi rend="rot">S</hi>vſ</add></subst> waren di zwene <add hand="#ls1u">da</add> <lb/> inne.</l>
<l xml:id="fr1_423.14">bi d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> kvneginne.</l>
<l xml:id="fr1_423.15">vnze daz d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> tach lie <lb/> ſinen ſtrît.</l>
<l xml:id="fr1_423.16">div naht div qua<choice><am>̄</am><ex>m</ex></choice> do waſ ezzenſ <lb/> zît.</l>
<l xml:id="fr1_423.17"><hi rend="rot">M</hi>oraz wîn lvͦter tranch.</l>
<l xml:id="fr1_423.18">brahten <lb/> ivncfrowen da mitten chranch.</l>
<l xml:id="fr1_423.19">vn<choice><am>̄</am><ex>t</ex></choice> and<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>e <lb/> gvͦte ſpîſe.</l>
<l xml:id="fr1_423.20"><hi rend="rot">F</hi>aſâne vn<choice><am>̄</am><ex>t</ex></choice> parterîſe.</l>
<l xml:id="fr1_423.21">viſſce vn<choice><am>̄</am><ex>t</ex></choice> <lb/> blanchiv waſtel.</l>
<l xml:id="fr1_423.22"><hi rend="rot">G</hi>awan vn<choice><am>̄</am><ex>t</ex></choice> <hi rend="rot">K</hi>ẏng<choice><am rend="hochgestellt">i</am><ex>ri</ex></choice>mvrſel. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_423.23">waren chom<choice><am>̄</am><ex>en</ex></choice> vo<choice><am>̄</am><ex>n</ex></choice> grozer not.</l>
<l xml:id="fr1_423.24">do ez div kv<lb/>negin gebot.</l>
<l xml:id="fr1_423.25">ſi azen alſi ſolten.</l>
<l xml:id="fr1_423.26">vnde <lb/> and<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>e dieſ iht wolten.</l>
<l xml:id="fr1_423.27"><hi rend="rot">D</hi>iv kvneginne <lb/> in ſelbe ſneit.</l>
<l xml:id="fr1_423.28">daz waſ dvrch zvht in <lb/> beden leit.</l>
<l xml:id="fr1_423.29">ſwaz man da kniend<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> ſcenchen <lb/> ſach.</l>
<l xml:id="fr1_423.30">ir deheinem div hoſen neſtel brach. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_424.01">ez waren meide alſ vo<choice><am>̄</am><ex>n</ex></choice> d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> zît.</l>
<l xml:id="fr1_424.02">den man <lb/> div beſten iar noch gît.</l>
<l xml:id="fr1_424.03">ich pin deſ vner<lb/>været.</l>
<l xml:id="fr1_424.04">heten ſi geſcæret.</l>
<l xml:id="fr1_424.05">alſ ein valche ſin <lb/> gevid<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>e.</l>
<l xml:id="fr1_424.06">dane rede ich niht wid<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>e.</l>
<l xml:id="fr1_424.07"><seg type="Initiale" subtype="Lombarde" n="1" rend="Farbe: rot">N</seg>v hoͤrt e ſich d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> rat geſciet.</l>
<l xml:id="fr1_424.08">waz man <lb/> deſ landeſ herrn riet.</l>
<l xml:id="fr1_424.09">di wîſen het er <lb/> zim genom<choice><am>̄</am><ex>en</ex></choice>.</l>
<l xml:id="fr1_424.10">an ſinen rât di waren ch<supplied reason="unleserlich" resp="Sekundärliteratur">om</supplied><choice><am>̄</am><ex>en</ex></choice>. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_424.11">ieſlicher ſinen willen ſp<choice><am rend="hochgestellt">a</am><ex>ra</ex></choice>ch.</l>
<l xml:id="fr1_424.12">alſ im ſin <lb/> beſter ſin v<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>iach.</l>
<l xml:id="fr1_424.13">do rieten ſiz an mane<lb/>ge ſtat.</l>
<l xml:id="fr1_424.14">d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> kvnec ſine rede ovch horen <lb/> bat.</l>
<l xml:id="fr1_424.15"><hi rend="rot">E</hi>r ſp<choice><am rend="hochgestellt">a</am><ex>ra</ex></choice>ch ez wart mit mir geſtriten. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_424.16">ich chom dvrch aventivre geriten.</l>
<l xml:id="fr1_424.17">zem <lb/> <hi rend="rot">F</hi>oreſt <hi rend="rot">L</hi>æhtamriſ.</l>
<l xml:id="fr1_424.18">ein ritt<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> al ze hohen p<choice><am rend="hochgestellt">i</am><ex>ri</ex></choice>ſ. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_424.19">in dirre wochen an mir ſach.</l>
<l xml:id="fr1_424.20">wand<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> mich <lb/> vlvͤglingen ſtach.</l>
<l xml:id="fr1_424.21">hind<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>z orſ al ſvnd<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> twal. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_424.22">vnt twanch mich deſ daz ich den <hi rend="rot">G</hi>ral.</l>
<l xml:id="fr1_424.23">ge<lb/>lobte im zer werbn.</l>
<l xml:id="fr1_424.24">ſolt ich nv drvmbe <lb/> er ſterbn.</l>
<l xml:id="fr1_424.25">ſo muͦz ich <subst hand="#sr"><del>deiſten</del><add><hi rend="rasur">l</hi>eiſten</add></subst> ſichherheit. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_424.26">die ſin hant an mir reſtreit.</l>
<l xml:id="fr1_424.27"><subst hand="#ls1u"><del>*</del><add><hi rend="rasur">da ratet vm<lb/>be deſ iſt not.</hi></add></subst></l>
<l xml:id="fr1_424.28">min beſter ſcilt was fvr <lb/> den tot.</l>
<l xml:id="fr1_424.29">daz ich <subst hand="#ls1u"><del>da fvr</del><add>dar vmbe</add></subst> bot mine hant. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_424.30">alſ iv mit rede iſt hie bechant.</l>
<l xml:id="fr1_425.01">Er iſt <lb/> manheit vn<choice><am>̄</am><ex>t</ex></choice> ellenſ her.</l>
<l xml:id="fr1_425.02">d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> helt gebot <lb/> mir dennoch mer.</l>
<l xml:id="fr1_425.03"><add hand="#ls1u">daz ich an ar<gap reason="Fragmentverlust" extent="unbekannt"/></add></l>
<l xml:id="fr1_425.04"><add hand="#ls1u">inre iareſ vriſt<gap reason="Fragmentverlust" extent="unbekannt"/></add></l>
<l xml:id="fr1_425.05">ob ichſ <hi rend="rot">G</hi>râlſ er wrbe <lb/> niht.</l>
<l xml:id="fr1_425.06">daz ich ir choͤme d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> man giht. <lb/></l>
<pb xml:id="fr1001v"/><cb xml:id="fr1001va"/>
<l xml:id="fr1_425.07">d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> chrône ze <hi rend="rot">P</hi>elrapeẏre.</l>
<l xml:id="fr1_425.08">ir vater hiez <hi rend="rot">T</hi>am<lb/>penteẏre.</l>
<l xml:id="fr1_425.09"><add hand="#ls1u"><gap reason="Fragmentverlust" extent="unbekannt"/>e ſi min ovge an<lb/><gap reason="Fragmentverlust" extent="unbekannt"/></add></l>
<l xml:id="fr1_425.10"><add hand="#ls1u">daz ich ſichher <lb/> <gap reason="Fragmentverlust" extent="unbekannt"/>ir iæhe.</add></l>
<l xml:id="fr1_425.11">er enbot ir ob ſi dæhte an in. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_425.12">daz wrde an vroͮden ſin gewin.</l>
<l xml:id="fr1_425.13">vn<choice><am>̄</am><ex>t</ex></choice> er he<lb/>te ſi erloͤſet e.</l>
<l xml:id="fr1_425.14">vo<choice><am>̄</am><ex>n</ex></choice> dem kvnege Chlamid<choice><am><g ref="#deligatur"/></am><ex>e</ex></choice>. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_425.15"><seg type="Initiale" subtype="Lombarde" n="1" rend="Farbe: rot">D</seg>o ſi di rede gehorten ſvs.</l>
<l xml:id="fr1_425.16">do ſp<choice><am rend="hochgestellt">a</am><ex>ra</ex></choice>ch aber <lb/> Lyddam<choice><am>ꝰ</am><ex>vs</ex></choice>.</l>
<l xml:id="fr1_425.17">mit dirre herren vrloͮbe ich nvͦ. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_425.18">ſpriche ovch râten ſi d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> zvͦ.</l>
<l xml:id="fr1_425.19">ſwes ivch dort <lb/> twanch d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> eine man.</l>
<l xml:id="fr1_425.20">des ſi hie pfant her <lb/> Gawan.</l>
<l xml:id="fr1_425.21">d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> ved<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>ſlaget vf iwerm chlobn. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_425.22">Bitt in iv vor vnſ allen lobn.</l>
<l xml:id="fr1_425.23">daz er iv <lb/> den <hi rend="rot">G</hi>ral gewinne.</l>
<l xml:id="fr1_425.24">lat in mit gvͦter <lb/> minne.</l>
<l xml:id="fr1_425.25">vo<choice><am>̄</am><ex>n</ex></choice> vnſ hinnen rîten.</l>
<l xml:id="fr1_425.26">vn<choice><am>̄</am><ex>t</ex></choice> nach d<choice><am><g ref="#deligatur"/></am><ex>e</ex></choice>m <lb/> Grale ſtrîten.</l>
<l xml:id="fr1_425.27">daz laſter mohte wir niht <lb/> v<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>chlagn.</l>
<l xml:id="fr1_425.28"><subst hand="#sru"><del>wrd<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>er</del><add>wrd<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice></add></subst> in iwerm hvſ erſlagn. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_425.29">vn<choice><am>̄</am><ex>t</ex></choice> v<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>gebt im ſine ſcvlde.</l>
<l xml:id="fr1_425.30">dvrch iwerr <lb/> ſweſter hvlde.</l>
<l xml:id="fr1_426.01"><hi rend="rot">E</hi>r hat hie erliten groze <lb/> not.</l>
<l xml:id="fr1_426.02">vn<choice><am>̄</am><ex>t</ex></choice> mvͦz nv cheren in den tot.</l>
<l xml:id="fr1_426.03">ſwaz <lb/> erden hat vmbeſlagn daz mer.</l>
<l xml:id="fr1_426.04">ſone ge<lb/>lach nie hvſ ſo wol zewer.</l>
<l xml:id="fr1_426.05">alſ Mvnſal<lb/>væſce ſwa div ſtet.</l>
<l xml:id="fr1_426.06">vo<choice><am>̄</am><ex>n</ex></choice> ſtrîte rvͦher wech <lb/> dar get.</l>
<l xml:id="fr1_426.07">an ſime gemache in hinte lat. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_426.08">morgen ſo ſage man im den rat.</l>
<l xml:id="fr1_426.09">deſ <lb/> gevolgeten alle di rât gebn.</l>
<l xml:id="fr1_426.10">ſvs behielt <lb/> her <hi rend="rot">G</hi>awan da ſin lebn.</l>
<l xml:id="fr1_426.11"><seg type="Initiale" subtype="Lombarde" n="1" rend="Farbe: rot">M</seg>an pflach d<choice><am><g ref="#deligatur"/></am><ex>e</ex></choice>ſ <lb/> heldeſ vnv<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>zagt.</l>
<l xml:id="fr1_426.12">deſ nahteſ da wart mir <lb/> geſagt.</l>
<l xml:id="fr1_426.13">daz harte gvͦt was ſin gemach. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_426.14">do man den mitten morgen ſach.</l>
<l xml:id="fr1_426.15">vnde <lb/> man meſſe geſanch.</l>
<l xml:id="fr1_426.16">vf dem palaſe wart <lb/> groz gedranch.</l>
<l xml:id="fr1_426.17">vo<choice><am>̄</am><ex>n</ex></choice> pôvele vn<choice><am>̄</am><ex>t</ex></choice> vo<choice><am>̄</am><ex>n</ex></choice> werder <lb/> diet.</l>
<l xml:id="fr1_426.18">d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> kvnec tet alſ man im riet.</l>
<l xml:id="fr1_426.19">er <lb/> hiez Gawan<choice><am>̄</am><ex>en</ex></choice> bringen.</l>
<l xml:id="fr1_426.20">den wolt er nihteſ <lb/> twingen.</l>
<l xml:id="fr1_426.21">wan alſ ir ſelbe habt gehort. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_426.22"><hi rend="rot"><hi rend="Versal">N</hi></hi>v ſeht wa in brahte dort.</l>
<l xml:id="fr1_426.23"><hi rend="rot">A</hi>ntẏconîe <lb/> div wol gevar.</l>
<l xml:id="fr1_426.24">ir vett<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>n ſvn chom mit ir <lb/> dar.</l>
<l xml:id="fr1_426.25">vn<choice><am>̄</am><ex>t</ex></choice> and<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> gnvͦge deſ kvnegeſ man.</l>
<l xml:id="fr1_426.26">div <lb/> kvnegin foͮrte <hi rend="rot">G</hi>awan<choice><am>̄</am><ex>en</ex></choice>.</l>
<l xml:id="fr1_426.27">fvͤr den kvnech <lb/> an ir hende.</l>
<l xml:id="fr1_426.28">ein ſcapel waſ ir gebende. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_426.29">ir mvnt nam den blvͦmen ir p<choice><am rend="hochgestellt">i</am><ex>ri</ex></choice>ſ.</l>
<l xml:id="fr1_426.30">vf dem <lb/> ſcapele deheinen wîſ.</l>
<l xml:id="fr1_427.01">ſtvͦnt nind<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> cheiniv <lb/> alſo rot.</l>
<l xml:id="fr1_427.02">ſwem ſi gvͤtliche ein chvͤſſen <lb/> bot.</l>
<l xml:id="fr1_427.03">deſ mvͦſe ſwenden ſich d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> walt.</l>
<l xml:id="fr1_427.04">vo<choice><am>̄</am><ex>n</ex></choice> <lb/> maneg<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> tioſte <subst hand="#ls1u"><del>manech valt</del><add>vngezalt</add></subst>.</l>
<note resp="#LC_Gegenleser" target="#fr1_427.04 #Fr1001va"><ref><subst hand="#ls1u"><del>manech valt</del><add>vngezalt</add></subst></ref>: Mit roter Tinte zusätzlich durchgestrichen.</note>
<l xml:id="fr1_427.05">mit lobe wir <lb/>
<cb xml:id="fr1001vb"/>
ſolten grvͤzen.</l>
<l xml:id="fr1_427.06">di chivſcen vnt di ſvͤzen.</l>
<l xml:id="fr1_427.07">di <lb/> kvnegin <hi rend="rot">A</hi>ntẏconîen.</l>
<l xml:id="fr1_427.08">vor valſcheit di vrî<lb/>en.</l>
<l xml:id="fr1_427.09">wande ſi lebte in ſo reinen ſiten.</l>
<l xml:id="fr1_427.10">daz <lb/> nind<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> waſ vnd<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> riten.</l>
<l xml:id="fr1_427.11">ir p<choice><am rend="hochgestellt">i</am><ex>ri</ex></choice>ſ mit <subst hand="#sr"><del>valſcer</del><add>valſcen</add></subst> <subst hand="#ls1"><del><gap reason="unleserlich" extent="unbekannt"/><lb/>ben iehe</del><add><hi rend="rasur"><gap/></hi></add></subst></l>
<note resp="#MiGe_Gegenleser" target="#fr1_427.11 #Fr1001vb"><ref><subst hand="#ls1"><del><gap reason="unleserlich" extent="unbekannt"/><lb/>ben iehe</del><add><hi rend="rasur"><gap/></hi></add></subst></ref>: Zusätzliche Durchstreichung durch den Rubrikator.</note>
<l xml:id="fr1_427.12"/>
<l xml:id="fr1_427.13"/>
<l xml:id="fr1_427.14"><unclear reason="Zweifel"><add hand="#ls1u"><gap reason="Fragmentverlust" extent="unbekannt"/>alſo.</add></unclear></l>
<l xml:id="fr1_427.15"><unclear reason="Zweifel"><add hand="#ls1u">bewart vor <lb/> valſcer trvͤbe<gap reason="unleserlich" extent="unbekannt"/></add></unclear></l>
<note resp="#RSo_Transkribent" target="#427.11 #427.15_01001vb">: Es handelt sich ganz offenkundig um einen Zeilensprung des Schreibers, wohl bedingt durch das zweimalige Vorkommen des Wortes <ref>valſc</ref>. Das in 427.11 gestrichene <ref><gap reason="unleserlich" extent="unbekannt"/>vͤ<lb/>ben iehe</ref> gehört eigentlich ans Ende von 427.15. Am rechten oberen Rand wurden die fehlenden Zeilen nachgetragen. Da es durch das Beschneiden des Blattes keine Beweise für die - verlorene - Existenz der Zeilen 427.12 und 427.13 gibt, habe ich die Angaben mit <unclear reason="Zweifel"/> gerahmt.</note>
<l xml:id="fr1_427.16">lvͦter virrech alſ ein valchen <lb/> ſehe.</l>
<l xml:id="fr1_427.17">waſ balſem mæzech ſtæte an ir.</l>
<l xml:id="fr1_427.18">d<choice><am>c</am><ex>az</ex></choice> <lb/> riet ir werdechlichiv gir.</l>
<l xml:id="fr1_427.19"><hi rend="rot">D</hi>iv ſvͤze ſæl<lb/>den rîche.</l>
<l xml:id="fr1_427.20">ſp<choice><am rend="hochgestellt">a</am><ex>ra</ex></choice>ch gezognlîche.</l>
<l xml:id="fr1_427.21">brvͦd<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> hie <lb/> bringe ich den degn.</l>
<l xml:id="fr1_427.22">deſtv mich ſelbe <lb/> bæte pflegn.</l>
<l xml:id="fr1_427.23">nv laz in min geniezen. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_427.24">deſ en ſol dich niht v<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>driezen.</l>
<l xml:id="fr1_427.25">gedenche <lb/> in brvͦderliche triwͦe.</l>
<l xml:id="fr1_427.26">vn<choice><am>̄</am><ex>t</ex></choice> tvͦ daz ane riwͦe. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_427.27">dir ſtet manlich triwͦe baz.</l>
<l xml:id="fr1_427.28">da<choice><am>̄</am><ex>n</ex></choice>n daz dv <lb/> dolteſ d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> werlde haz.</l>
<l xml:id="fr1_427.29">vn<choice><am>̄</am><ex>t</ex></choice> minen chvnd<choice><am><g ref="#deligatur"/></am><ex>e</ex></choice> ich <lb/> hazzen.</l>
<l xml:id="fr1_427.30">den lere mich gein dir lazzen. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_428.01"><seg type="Initiale" subtype="Lombarde" n="1" rend="Farbe: rot">D</seg>o ſp<choice><am rend="hochgestellt">a</am><ex>ra</ex></choice>ch d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> werde ſvͤze man.</l>
<l xml:id="fr1_428.02">daz tvͦn ich <lb/> ſweſter ob ich chan.</l>
<l xml:id="fr1_428.03">dar zvͦ gip ſelbe di<lb/>nen rat.</l>
<l xml:id="fr1_428.04">dich dvnchet daz mir miſſetat. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_428.05">habe werdecheit vnd<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> ſwngen.</l>
<l xml:id="fr1_428.06">vo<choice><am>̄</am><ex>n</ex></choice> priſe <lb/> mich gedrvngen.</l>
<l xml:id="fr1_428.07">waz tohte ich danne <lb/> ze brvder dir.</l>
<l xml:id="fr1_428.08">wan dienten alle chrone <lb/> mir.</l>
<l xml:id="fr1_428.09">d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> ſtvͤnde ich abe dvrch din gebot.</l>
<l xml:id="fr1_428.10">din haz wære min hohſtiv not.</l>
<l xml:id="fr1_428.11"><supplied reason="unleserlich" resp="Sekundärliteratur">m</supplied>ir <lb/> iſt vnmære vroͮde vn<choice><am>̄</am><ex>t</ex></choice> ere.</l>
<l xml:id="fr1_428.12">niwan nach <lb/> diner lere.</l>
<l xml:id="fr1_428.13"><hi rend="rot">H</hi>er <hi rend="rot">G</hi>awan ich wil ivch deſ <lb/> biten.</l>
<l xml:id="fr1_428.14">ir chômt dvrch priſ da her geri<lb/>ten.</l>
<l xml:id="fr1_428.15">n<supplied reason="unleserlich" resp="Sekundärliteratur">v</supplied> tvͦtz dvrch p<choice><am rend="hochgestellt">i</am><ex>ri</ex></choice>ſſ hvlde.</l>
<l xml:id="fr1_428.16">helfet mir <lb/> daz mine ſcvlde.</l>
<l xml:id="fr1_428.17">min ſweſter vf mich <lb/> v<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>chieſe.</l>
<l xml:id="fr1_428.18">e daz ich ſi v<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>lieſe.</l>
<l xml:id="fr1_428.19">ich v<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>chivſe <lb/> vf ivch min hercenleit.</l>
<l xml:id="fr1_428.20">welt ir mir gebn <lb/> ſichherheit.</l>
<l xml:id="fr1_428.21">daz ir mir werbet ſvnd<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> <lb/> wal.</l>
<l xml:id="fr1_428.22">mit gvͦtem willen vmben <hi rend="rot">G</hi>ral. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_428.23"><hi rend="rot"><hi rend="Versal">D</hi></hi>o wart div ſvͦne v<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>endet.</l>
<l xml:id="fr1_428.24">vn<choice><am>̄</am><ex>t</ex></choice> her <hi rend="rot">G</hi>awan <lb/> geſendet.</l>
<l xml:id="fr1_428.25">an dem ſelbn male.</l>
<l xml:id="fr1_428.26">dvrch <lb/> vorſcen nach dem <hi rend="rot">G</hi>rale.</l>
<l xml:id="fr1_428.27"><hi rend="rot">K</hi>ẏng<choice><am rend="hochgestellt">i</am><ex>ri</ex></choice>mvrſel <lb/> ovch v<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>chôſ.</l>
<l xml:id="fr1_428.28">vfen kvnec d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> in da vor v<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice><lb/>loſ.</l>
<l xml:id="fr1_428.29">daz er im ſin geleite brach.</l>
<l xml:id="fr1_428.30">vor <lb/> al den fvͤrſten daz geſcach.</l>
<l xml:id="fr1_429.01"><seg type="Initiale" subtype="Lombarde" n="1" rend="Farbe: rot">D</seg>a ir <lb/> ſwert waren gehangen.</l>
<l xml:id="fr1_429.02">div waren in <lb/> vnd<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> gangen.</l>
<l xml:id="fr1_429.03"><hi rend="rot">G</hi>awanſ knappen an deſ <lb/> ſtrîtſ ſtvnt.</l>
<l xml:id="fr1_429.04">daz ir decheiner waſ wor<lb/>den wnt.</l>
<l xml:id="fr1_429.05">ein gewaldech man vo<choice><am>̄</am><ex>n</ex></choice> <gap reason="Fragmentverlust" extent="unbekannt"/> ſta<gap reason="unleserlich" extent="1" unit="Buchstabe"/></l>
<pb xml:id="fr1002r"/><cb xml:id="fr1002ra"/>
<l xml:id="fr1_636.22-0"><note type="Notiz">Que vtilitas in ſangwine ps 29 et 4 V</note></l>
<note resp="#RSo_Transkribent" target="#fr1_636.22-0 #01002ra">: Wiedergabe nach Menger. Über <ref>ps</ref> befindet sich ein Nasalstrich.</note>
<l xml:id="fr1_636.22">den ſedel ſcvͦf her <hi rend="rot">G</hi>awan.</l>
<l xml:id="fr1_636.23"><hi rend="rot">D</hi>er <hi rend="rot">T</hi>vrkoẏte zvͦ <lb/> zim ſaz.</l>
<l xml:id="fr1_636.24"><hi rend="rot">L</hi>ẏſcois mit Gawanſ mvͦter az.</l>
<l xml:id="fr1_636.25">d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> <lb/> chlaren <hi rend="rot">S</hi>angîven.</l>
<l xml:id="fr1_636.26">mit d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> kvnegin <hi rend="rot">A</hi>rnîven. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_636.27">az div herzoginne chlar.</l>
<l xml:id="fr1_636.28">ſine ſweſt<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> bede <lb/> wol gevar.</l>
<l xml:id="fr1_636.29"><hi rend="rot">G</hi>awan zvͦ zim ſizzen liez.</l>
<l xml:id="fr1_636.30">iew<lb/>driv tet alſ erſe hiez.</l>
<l xml:id="fr1_637.01"><seg type="Initiale" subtype="Lombarde" n="1" rend="Farbe: rot">M</seg>in chvnſt mir <lb/> deſ niht halbeſ giht.</l>
<l xml:id="fr1_637.02">ine bin ſolch chvchen <lb/> meiſt<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> niht.</l>
<l xml:id="fr1_637.03">daz ich di ſpîſe chvͤnne ſagn. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_637.04">div da mit zvht wart fvͤr getragn.</l>
<l xml:id="fr1_637.05"><hi rend="rot">D</hi>em <lb/> wirte vnt den frowen gar.</l>
<l xml:id="fr1_637.06">dienden mei<lb/>de wol gevar.</l>
<l xml:id="fr1_637.07">and<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>halp den ritt<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>n an ir <lb/> want.</l>
<l xml:id="fr1_637.08">den diende manech ſcariant.</l>
<l xml:id="fr1_637.09"><hi rend="rot">E</hi>in <lb/> vorhtlich zvht ſi deſ betwanch.</l>
<l xml:id="fr1_637.10">daz ſich <lb/> d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> knappen cheiner dranch.</l>
<l xml:id="fr1_637.11">mit den ivnc<lb/>frowen.</l>
<l xml:id="fr1_637.12">man mvͦſte ſi ſvnd<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> ſcowen.</l>
<l xml:id="fr1_637.13">ſi trvͤ<lb/>gen ſpîſe od<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> win.</l>
<l xml:id="fr1_637.14">ſvs mvͦſen ſi mit zvͤh<lb/>ten ſin.</l>
<l xml:id="fr1_637.15"><hi rend="rot">S</hi>i mohten do wol wirtſcaft iehn. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_637.16">ez waſ in ſelten e geſcehn.</l>
<l xml:id="fr1_637.17">den frowen <lb/> vnt d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> ritt<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>ſcaft.</l>
<l xml:id="fr1_637.18">ſît ſi <hi rend="rot">C</hi>lẏnſcorſ chraft. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_637.19">mit ſinen liſten vb<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> want.</l>
<l xml:id="fr1_637.20">ſi waren ein <lb/> and<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> vnbechant.</l>
<l xml:id="fr1_637.21">vnt beſloz ſe doch ein <lb/> borte.</l>
<l xml:id="fr1_637.22">daz ſi ze gegen worte.</l>
<l xml:id="fr1_637.23">nie chom<choice><am>̄</am><ex>en</ex></choice> <lb/> frowen noch di man.</l>
<l xml:id="fr1_637.24"><hi rend="rot">D</hi>o ſcvͦf min her <lb/> Gawan.</l>
<l xml:id="fr1_637.25">daz diz volch ein and<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> ſach.</l>
<l xml:id="fr1_637.26">dar an <lb/> in liebeſ vil geſcach.</l>
<l xml:id="fr1_637.27">Gawane waſ ovch liep <lb/> geſcehn.</l>
<l xml:id="fr1_637.28">doch mvͦſer toͮgenliche<choice><am>̄</am><ex>n</ex></choice> ſehn. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_637.29">an di chlaren herzoginne.</l>
<l xml:id="fr1_637.30">div twanch <lb/> ſins hercen ſinne.</l>
<l xml:id="fr1_638.01"><seg type="Initiale" subtype="Lombarde" n="1" rend="Farbe: rot">N</seg>v begvnde ovch <lb/> ſtrvͦchen d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> tach.</l>
<l xml:id="fr1_638.02">ſo daz ſin ſcin vil nach <lb/> gelach.</l>
<l xml:id="fr1_638.03">vnt daz man dvrch di wolchen <lb/> ſach.</l>
<l xml:id="fr1_638.04">deſ man d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> næhte ze boten iach.</l>
<l xml:id="fr1_638.05">ma<lb/>negen ſtern d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> balde giench.</l>
<l xml:id="fr1_638.06">wand<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> er d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> <lb/> naht herbege viench.</l>
<l xml:id="fr1_638.07">nach d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> nahte ba<lb/>niere.</l>
<l xml:id="fr1_638.08">chom ſi ſelbe ſciere.</l>
<l xml:id="fr1_638.09"><hi rend="rot">M</hi>anech tivͦ<lb/>riv chrone.</l>
<l xml:id="fr1_638.10">waſ gehangen ſcone.</l>
<l xml:id="fr1_638.11">al vmbe <lb/> vf den palas.</l>
<l xml:id="fr1_638.12">div ſciere wol bechercet <lb/> waſ.</l>
<l xml:id="fr1_638.13">vf al di tiſſce ſvnd<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>.</l>
<l xml:id="fr1_638.14">trvͦch man cher<lb/><supplied reason="unleserlich" resp="Sekundärliteratur">c</supplied>en dar ein w<supplied reason="unleserlich" resp="Sekundärliteratur">n</supplied>d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>.</l>
<l xml:id="fr1_638.15"><hi rend="rot">D</hi>ar zvͦ di aventiv<lb/>re giht.</l>
<l xml:id="fr1_638.16">div herzoginne wære ſo lieht. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_638.17">wære d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> chercen deheiniv braht.</l>
<l xml:id="fr1_638.18">da wæ<lb/>re doch nind<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> bi ir naht.</l>
<l xml:id="fr1_638.19"/>
<l xml:id="fr1_638.20"/>
<l xml:id="fr1_638.21"><hi rend="rot">M</hi>an welle im <lb/> <supplied reason="unleserlich" resp="Sekundärliteratur">da<choice><am>̄</am><ex>n</ex></choice>n</supplied> vnrehteſ iehn.</l>
<l xml:id="fr1_638.22">ſo habt ir ſelten e <lb/>
<cb xml:id="fr1002rb"/>
geſehn.</l>
<l xml:id="fr1_638.23">decheinen wirt ſo vroͮden rîch. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_638.24">ez waſ den vroͮden da gelich.</l>
<l xml:id="fr1_638.25">alſvſ mit <lb/> vroͮdehaft<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> ger.</l>
<l xml:id="fr1_638.26">di ritt<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> dar di frowen her. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_638.27">diche an ein and<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> blichten.</l>
<l xml:id="fr1_638.28">di vo<choice><am>̄</am><ex>n</ex></choice> d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> vrem<lb/>de erſcricten.</l>
<l xml:id="fr1_638.29">werdentſ imm<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> heinlich<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> <lb/> baz.</l>
<l xml:id="fr1_638.30">daz ſol ich lazen ane haz.</l>
<l xml:id="fr1_639.01"><seg type="Initiale" subtype="Lombarde" n="1" rend="Farbe: rot">E</seg>z en ſi danne gar ein vraz.</l>
<l xml:id="fr1_639.02">welt ir ſi <lb/> habent gnvͦch da gaz.</l>
<l xml:id="fr1_639.03">man trvͦch di tiſſce <lb/> gar her dan.</l>
<l xml:id="fr1_639.04"><hi rend="rot">D</hi>o vrâgte min h<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> Gawan. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_639.05">vmbe gvͦte videlære.</l>
<l xml:id="fr1_639.06">ob d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> da cheiner <lb/> wære.</l>
<l xml:id="fr1_639.07">da waſ werd<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> knappen vil.</l>
<l xml:id="fr1_639.08">wol ge<lb/>lert vf ſeit ſpil.</l>
<l xml:id="fr1_639.09">ir deheineſ chvnſt waſ <lb/> doch ſo ganz.</l>
<l xml:id="fr1_639.10">ſine mvͤſen ſtrîchen alten <lb/> tanz.</l>
<l xml:id="fr1_639.11">niwͦer tænze waſ da wenech v<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice><lb/>nom<choice><am>̄</am><ex>en</ex></choice>.</l>
<note resp="#LC_Gegenleser" target="#fr1_639.11 #Fr1002rb"><ref>v<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice><lb/>nom<choice><am>̄</am><ex>en</ex></choice></ref>: Der Kürzungsstrich könnte auch von dem Korrektor stammen, da er in hellerer Tinte erscheint.</note>
<l xml:id="fr1_639.12">d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> vnſ vo<choice><am>̄</am><ex>n</ex></choice> Dvringen vil iſt chomen. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_639.13"><hi rend="rot"><hi rend="Versal">N</hi></hi>v danchteſ dem wirte.</l>
<l xml:id="fr1_639.14">ir vroͮde er ſi <lb/> niht irte.</l>
<l xml:id="fr1_639.15">manech frowe wol gevar. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_639.16">giengen fvr in tanzen dar.</l>
<l xml:id="fr1_639.17">ſvs wart <lb/> ir tanz gezieret.</l>
<l xml:id="fr1_639.18">wol vnd<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> parrieret.</l>
<l xml:id="fr1_639.19">di <lb/> ritt<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> vnd<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>z frowen her.</l>
<l xml:id="fr1_639.20">gein d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> riwͦe cho<lb/>men ſi ze wer.</l>
<l xml:id="fr1_639.21"><hi rend="rot">O</hi>vch mvͦſte man da ſcoͮ<lb/>wen.</l>
<l xml:id="fr1_639.22">ie zwiſſcen zwein frowen.</l>
<l xml:id="fr1_639.23">einen <lb/> chlaren ritt<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> gen.</l>
<l xml:id="fr1_639.24">man mohte vroͮde an <lb/> in v<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>ſten.</l>
<l xml:id="fr1_639.25"><hi rend="rot">S</hi>welch ritt<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> pflach d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> ſinne. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_639.26">daz er dienſt bot nach minne.</l>
<l xml:id="fr1_639.27">div bete <lb/> waſ vrloͮplich.</l>
<l xml:id="fr1_639.28">di ſorgen arm vnt die <lb/> vroͮden rich.</l>
<l xml:id="fr1_639.29">mit rede v<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>tribn di ſtvnde. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_639.30">gein manege<choice><am>̄</am><ex>m</ex></choice> ſvͤzem mvnde.</l>
<l xml:id="fr1_640.01"><seg type="Initiale" subtype="Lombarde" n="1" rend="Farbe: rot">G</seg>awan <lb/> vn<choice><am>̄</am><ex>t</ex></choice> <hi rend="rot">S</hi>angîve.</l>
<l xml:id="fr1_640.02">vnt div kvnegin <hi rend="rot">A</hi>rnîve. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_640.03">ſazen ſtille bi deſ tanzeſ ſcar.</l>
<l xml:id="fr1_640.04">div her<lb/>zoginne wol gevar.</l>
<l xml:id="fr1_640.05">her vmbe zvͦ <hi rend="rot">G</hi>a<lb/>wane ſizzen giench.</l>
<l xml:id="fr1_640.06">ir hant er in di <lb/> ſine enpfiench.</l>
<l xml:id="fr1_640.07">ſi ſp<choice><am rend="hochgestellt">a</am><ex>ra</ex></choice>chen ſvs vn<choice><am>̄</am><ex>t</ex></choice> ſo.</l>
<l xml:id="fr1_640.08">ir <lb/> chom<choice><am>̄</am><ex>en</ex></choice>ſ waſ er zvͦ zim vro.</l>
<l xml:id="fr1_640.09">ſin riwͦe ſmal <lb/> vn<choice><am>̄</am><ex>t</ex></choice> ſin vroͮde breit.</l>
<l xml:id="fr1_640.10">wart do ſvs ſwant <lb/> im al ſin leit.</l>
<l xml:id="fr1_640.11">waſ ir vroͮde ame tanze <lb/> groz.</l>
<l xml:id="fr1_640.12">Gawan<choice><am>̄</am><ex>en</ex></choice> noch minre hie v<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>droz. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_640.13"><hi rend="rot"><hi rend="Versal">D</hi></hi>iv <unclear reason="Fragliche Abkürzung">kvnegin</unclear> Arnîve ſp<choice><am rend="hochgestellt">a</am><ex>ra</ex></choice>ch.</l>
<l xml:id="fr1_640.14">herre nv prvͤuet <lb/> iwer gemach.</l>
<l xml:id="fr1_640.15">ir ſoltet an diſen ſtvn<lb/>den.</l>
<l xml:id="fr1_640.16">rwͦen ziwern wnden.</l>
<l xml:id="fr1_640.17">hat ſich div <lb/> <unclear reason="Fragliche Abkürzung">herzogin</unclear> bewegn.</l>
<l xml:id="fr1_640.18">daz ſi iwer wil mit <lb/> deche pflegn.</l>
<l xml:id="fr1_640.19">noch hînte geſellechlîche.</l>
<pb xml:id="fr1002v"/><cb xml:id="fr1002va"/>
<l xml:id="fr1_640.20">div iſt helfe vn<choice><am>̄</am><ex>t</ex></choice> râteſ rîche.</l>
<l xml:id="fr1_640.21">Gawan ſp<choice><am rend="hochgestellt">a</am><ex>ra</ex></choice>ch deſ <lb/> vrâget ſie.</l>
<l xml:id="fr1_640.22"><hi rend="rot">J</hi>n iwer bed<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> gebote ich hie.</l>
<l xml:id="fr1_640.23">gar <lb/> bin ſvs ſp<choice><am rend="hochgestellt">a</am><ex>ra</ex></choice>ch div herzogin.</l>
<l xml:id="fr1_640.24">er ſol in miner <lb/> pflege ſin.</l>
<l xml:id="fr1_640.25"><hi rend="rot">L</hi>at diz volch ſlafen varn.</l>
<l xml:id="fr1_640.26">ich ſol <lb/> in hînte alſo bewarn.</l>
<l xml:id="fr1_640.27">daz ſin nie friwen<lb/>dinne baz gepflach.</l>
<l xml:id="fr1_640.28"><hi rend="rot">F</hi>loranden vo<choice><am>̄</am><ex>n</ex></choice> <hi rend="rot">J</hi>tolach. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_640.29">vnt den h<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>zogen vo<choice><am>̄</am><ex>n</ex></choice> Gowerzîn.</l>
<l xml:id="fr1_640.30">lat in d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> ritter <lb/> pflege ſin.</l>
<l xml:id="fr1_641.01"><seg type="Initiale" subtype="Lombarde" n="1" rend="Farbe: rot">D</seg>ar nach ſciere ein ende na<choice><am>̄</am><ex>m</ex></choice> <lb/> d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> tanz.</l>
<l xml:id="fr1_641.02">ivncfrowen mit varwen glanz.</l>
<l xml:id="fr1_641.03">ſa<lb/>zen dort vn<choice><am>̄</am><ex>t</ex></choice> hie.</l>
<l xml:id="fr1_641.04">di ritt<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> ſazen zwiſſcen ſie. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_641.05">deſ vroͮde ſich an ſorgen rach.</l>
<l xml:id="fr1_641.06">ſwer da nach <lb/> werd<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> minne ſp<choice><am rend="hochgestellt">a</am><ex>ra</ex></choice>ch.</l>
<l xml:id="fr1_641.07">ob er vant ſuͤziv gegen<lb/>wort.</l>
<l xml:id="fr1_641.08"><hi rend="rot">V</hi>on dem wirte wart gehort.</l>
<l xml:id="fr1_641.09">man <lb/> ſoltez trinchen fvr in tragn.</l>
<l xml:id="fr1_641.10">daz mohten <lb/> werber chlagn.</l>
<l xml:id="fr1_641.11">d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> wirt warp mit den geſt<lb/>en.</l>
<l xml:id="fr1_641.12">in chvnde ovch minne leſten.</l>
<l xml:id="fr1_641.13">ir ſizzen <lb/> dvͦht in gar ze lanch.</l>
<l xml:id="fr1_641.14">ſin herce ovch werdiv <lb/> minne twanch.</l>
<l xml:id="fr1_641.15"><hi rend="rot">D</hi>az trinchen gab in vrloͮp. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_641.16">vo<choice><am>̄</am><ex>n</ex></choice> chleinen chercen manegen ſcoͮp.</l>
<l xml:id="fr1_641.17">trvͦgen <lb/> knappen vor den ritt<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>n dan.</l>
<l xml:id="fr1_641.18">do bevalch min <lb/> h<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> Gawan.</l>
<l xml:id="fr1_641.19">diſe zwene geſte in allen.</l>
<l xml:id="fr1_641.20">daz <lb/> mvͦſe in wol gevallen.</l>
<l xml:id="fr1_641.21"><hi rend="rot">L</hi>ẏſcois vn<choice><am>̄</am><ex>t</ex></choice> <hi rend="rot">F</hi>lorant. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_641.22">fvͦren ſlafen al ze hant.</l>
<l xml:id="fr1_641.23"><hi rend="rot">D</hi>iv h<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>zogin was ſo <lb/> bedaht.</l>
<l xml:id="fr1_641.24">div ſp<choice><am rend="hochgestellt">a</am><ex>ra</ex></choice>ch ſi gvnde in wol gvͦt<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> naht. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_641.25"><hi rend="rot"><hi rend="Versal">D</hi></hi>o fvͦr ovch al d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> frowen ſcar.</l>
<l xml:id="fr1_641.26">da ſi gemacheſ <lb/> nam<choice><am>̄</am><ex>en</ex></choice> war.</l>
<l xml:id="fr1_641.27">ir nîgenſ ſi begvnden.</l>
<l xml:id="fr1_641.28">mit zvht <lb/> die ſi wol chvnden.</l>
<l xml:id="fr1_641.29">Sangîve vn<choice><am>̄</am><ex>t</ex></choice> <hi rend="rot">J</hi>tonie.</l>
<l xml:id="fr1_641.30">fvͦr<lb/>en dan alſ tet ovch Cvndrie.</l>
<l xml:id="fr1_642.01"><seg type="Initiale" subtype="Lombarde" n="1" rend="Farbe: rot">B</seg>ene vn<choice><am>̄</am><ex>t</ex></choice> <lb/> <hi rend="rot">A</hi>rnîve do.</l>
<l xml:id="fr1_642.02">ſcvͦfen daz ez ſtvͦnt alſo.</l>
<l xml:id="fr1_642.03">da vo<choice><am>̄</am><ex>n</ex></choice> <lb/> d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> wirt gemach erleit.</l>
<l xml:id="fr1_642.04">div h<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>zogin daz niht <lb/> v<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>meit.</l>
<l xml:id="fr1_642.05">dane wære ir helfe nahe bî.</l>
<l xml:id="fr1_642.06">Gawanen <lb/> fvͦrten diſe drî.</l>
<l xml:id="fr1_642.07">mit in dan dvrch ſin ge<lb/>mach.</l>
<l xml:id="fr1_642.08"><hi rend="rot">J</hi>n einer <hi rend="rot">K</hi>emenaten er reſach.</l>
<l xml:id="fr1_642.09">zwei <lb/> bette ſvnd<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> ligen.</l>
<l xml:id="fr1_642.10">nv wirt iv gar vo<choice><am>̄</am><ex>n</ex></choice> mir <lb/> v<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>ſwigen.</l>
<l xml:id="fr1_642.11">wie div gehert wæren.</l>
<l xml:id="fr1_642.12">ez næhet <lb/> and<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>n mæren.</l>
<l xml:id="fr1_642.13"><hi rend="rot">A</hi>rnîve zer h<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>zoginne ſp<choice><am rend="hochgestellt">a</am><ex>ra</ex></choice>ch. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_642.14">nv ſvlt ir ſcaffen gvͦt gemach.</l>
<l xml:id="fr1_642.15">diſem ritt<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> <lb/> den ir brahtet her.</l>
<l xml:id="fr1_642.16">ob d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> helfe an ivch ger. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_642.17">iwerr helfe habt ir ere.</l>
<l xml:id="fr1_642.18">ine ſag iv nv niht <lb/> mere.</l>
<l xml:id="fr1_642.19">wan daz ſine wnden.</l>
<l xml:id="fr1_642.20">mit chvnſt ſo <lb/> ſint gebvnden.</l>
<l xml:id="fr1_642.21">er moͤhte nv wol wapen tra<lb/>gen.</l>
<l xml:id="fr1_642.22">doch ſvlt ir ſinen chvmb<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> chlagn.</l>
<l xml:id="fr1_642.23">ob ir <lb/>
<cb xml:id="fr1002vb"/>
im ſenftet daz iſt gvͦt.</l>
<l xml:id="fr1_642.24">leret ir in hohen mvͦt. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_642.25">deſ mvgen wir alle geniezen.</l>
<l xml:id="fr1_642.26">nv lâtſ ivch <lb/> niht v<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>driezen.</l>
<l xml:id="fr1_642.27"><hi rend="rot">D</hi>iv kvnegin <hi rend="rot">A</hi>rnîve giench. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_642.28">do ſi ze hove vrloͮb enpfiench.</l>
<l xml:id="fr1_642.29"><hi rend="rot">B</hi>ene ein <lb/> lieht vor ir trvͦch dan.</l>
<l xml:id="fr1_642.30">di tvͤr beſloz h<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> <unclear reason="Fragliche Abkürzung">Gawan</unclear>. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_643.01"><seg type="Initiale" subtype="Lombarde" n="1" rend="Farbe: rot">C</seg>hvnnen ſi zwei nv minne ſteln.</l>
<l xml:id="fr1_643.02">daz mag <lb/> ich vnſanfte heln.</l>
<l xml:id="fr1_643.03">ich ſage vil lîhte daz <lb/> da geſcach.</l>
<l xml:id="fr1_643.04">wan daz man dem vnfvͦge ie <lb/> iach.</l>
<l xml:id="fr1_643.05">d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> v<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>holniv mære machte breit.</l>
<l xml:id="fr1_643.06">ez iſt <lb/> ovch noch den hofſcen leit.</l>
<l xml:id="fr1_643.07">ovch vnſæliget <lb/> er ſich d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>mite.</l>
<l xml:id="fr1_643.08">zvht ſi deſ ſloz ob mime ſite. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_643.09"><hi rend="rot"><hi rend="Versal">N</hi></hi>v fvͦgte div ſtrenge minne.</l>
<l xml:id="fr1_643.10">vnt div chlare <lb/> herzoginne.</l>
<l xml:id="fr1_643.11">daz <hi rend="rot">G</hi>awanſ vroͮde waſ v<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>zert. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_643.12">er wære imm<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> vnernert.</l>
<l xml:id="fr1_643.13">ſvnd<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> amîen.</l>
<l xml:id="fr1_643.14">di <lb/> Phẏloſopfîen.</l>
<l xml:id="fr1_643.15">vn<choice><am>̄</am><ex>t</ex></choice> alle di ie geſazen.</l>
<l xml:id="fr1_643.16">da ſi ſtar<lb/>che liſte mazen.</l>
<l xml:id="fr1_643.17">chanchor vn<choice><am>̄</am><ex>t</ex></choice> <hi rend="rot">T</hi>hebit.</l>
<l xml:id="fr1_643.18">vn<choice><am>̄</am><ex>t</ex></choice> <lb/> <hi rend="rot">T</hi>rebichet d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> ſmit.</l>
<l xml:id="fr1_643.19">d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> Frimvtels ſwert ergrvͦp. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_643.20">da vo<choice><am>̄</am><ex>n</ex></choice> ſich ſtarchez wnd<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> hvͦp.</l>
<l xml:id="fr1_643.21"><hi rend="rot">D</hi>ar zvͦ al <lb/> d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> arzate chvnſt.</l>
<l xml:id="fr1_643.22">ob ſi im trvͤgen <subst hand="#sr"><del>gvͦ*</del><add>gvnſt</add></subst>. <lb/></l>
<note resp="#RSo_Transkribent" target="#fr1_643.22 #01002vb">: Vor <ref>gvnſt</ref> befindet sich das Zeichen ''. Pfeiffer, Quellenmaterial, S. 44, ist zuzustimmen: "Das Fehlende guote war wohl am Rande nachgetragen, ist aber jetzt weggeschnitten."</note>
<l xml:id="fr1_643.23">mit temprîe vͦz wrce chraft.</l>
<l xml:id="fr1_643.24">ane wîplich <lb/> geſelleſcaft.</l>
<l xml:id="fr1_643.25">ſo mvͤſer ſine ſcarpfe not.</l>
<l xml:id="fr1_643.26">han <lb/> braht vnz an den ſvͦren tot.</l>
<l xml:id="fr1_643.27"><hi rend="rot">J</hi>ch wil ivz mæ<lb/>re machen chvrz.</l>
<l xml:id="fr1_643.28">er vant di rehten hirz<lb/>wrz.</l>
<l xml:id="fr1_643.29">div im half daz er genaſ.</l>
<l xml:id="fr1_643.30">ſo daz im <lb/> argeſ niht enwaſ.</l>
<l xml:id="fr1_644.01">div wrce waſ bi dem <lb/> blanchen brvͦn.</l>
<l xml:id="fr1_644.02">mvͦt<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>halp d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> bertvn.</l>
<l xml:id="fr1_644.03">Gawan <lb/> ſvn deſ kvnec <hi rend="rot">L</hi>ôt.</l>
<l xml:id="fr1_644.04">ſvͤzer ſenfte fvͤr ſvͦre <lb/> not.</l>
<l xml:id="fr1_644.05">er mit werd<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> helfe pflach.</l>
<l xml:id="fr1_644.06">helfechlîche <lb/> vnz an den tach.</l>
<l xml:id="fr1_644.07"><seg type="Initiale" subtype="Lombarde" n="1" rend="Farbe: rot">S</seg>in helfe waſ doch <lb/> ſo gedign.</l>
<l xml:id="fr1_644.08">deiz al daz volch waſ v<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>ſwigen. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_644.09">ſît na<choice><am>̄</am><ex>m</ex></choice> er mit vroͮde<supplied reason="unleserlich" resp="Sekundärliteratur">n</supplied> war.</l>
<l xml:id="fr1_644.10">al d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> ritt<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> vnt <lb/> d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> frowen gar.</l>
<l xml:id="fr1_644.11">ſo daz ir trvͦren vil nach <lb/> v<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>darp.</l>
<l xml:id="fr1_644.12"><hi rend="rot">N</hi>v v<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice>nemt ovch wi d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> knappe <lb/> warp.</l>
<l xml:id="fr1_644.13">den <hi rend="rot">G</hi>awan hete geſant.</l>
<l xml:id="fr1_644.14">hin ze <lb/> <hi rend="rot">L</hi>oͤver in daz lant.</l>
<l xml:id="fr1_644.15">ze <hi rend="rot">B</hi>eemſ bi d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> Choͤrch<supplied reason="unleserlich" resp="Sekundärliteratur">a</supplied>. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_644.16">d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> kvnec <hi rend="rot">A</hi>rt<choice><am>ꝰ</am><ex>vs</ex></choice> waſ al da.</l>
<l xml:id="fr1_644.17">vnt deſ wîp div <lb/> kvnegin.</l>
<l xml:id="fr1_644.18">vn<choice><am>̄</am><ex>t</ex></choice> maneg<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> frowen lieht<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> ſcin. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_644.19">vnt d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> mæſſenide ein flvͦt.</l>
<l xml:id="fr1_644.20">nv hoͤrt wie <lb/> d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> knappe tvͦt.</l>
<l xml:id="fr1_644.21"><hi rend="rot">D</hi>iz waſ einſ morgenſ fr<supplied reason="unleserlich" resp="Sekundärliteratur">vͦ</supplied>. <lb/></l>
<l xml:id="fr1_644.22">ſiner botſcefte greif er zvͦ.</l>
<l xml:id="fr1_644.23">div kvnegin <lb/> zer kappeln waſ.</l>
<l xml:id="fr1_644.24">an ir venie ſi den ſalt<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> <lb/> laſ.</l>
<l xml:id="fr1_644.25">d<choice><am>̉</am><ex>er</ex></choice> knappe fvͤr ſi kniete.</l>
<l xml:id="fr1_644.26">er bot ir</l>
</body>
</text>
</TEI>